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Silber vor goldener Zukunft
Im Rahmen einer neu erschienenen Studie wird vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise sowohl der Gold- als auch der Silbermarkt analysiert, wobei der Fokus et-was stärker auf Silber gerichtet wird, das normalerweise (zu unrecht) weit weniger Aufmerk-samkeit auf sich zieht.
Analyse des Gold- und Silbermarkts
von Jochen Dehio, März 2009
Im Mittelpunkt steht dabei neben einer Analyse der Faktoren, die die Preisentwicklung der beiden Edelmetalle bestimmen, die Beantwortung der Frage, welches Preisverhältnis zwischen Gold und Silber als angemessen anzusehen ist.
Nach einer zwei Jahrzehnte lang andauernden Stagnation sind die Rohstoff- und Edelmetallprei-se Anfang dieses Jahrtausends wieder in einen Aufwärtstrend eingemündet. Dennoch dürften wir uns nach der zwischenzeitlich erfolgten Korrektur erst am Beginn eines noch viele Jahre an-dauernden aufwärtsgerichteten Zyklus befinden. Wie weit die Preise letztendlich getragen wer-den, hängt sicherlich von einigen aus heutiger Sicht noch nicht abschließend zu beurteilenden Entwicklungen ab, die Richtung dürfte aber vorgezeichnet sein.
In den kommenden Jahren müssen erst einmal die erforderlichen Produktionskapazitäten aufge-baut werden, um die Nachfrage der aufstrebenden Schwellenländer bedienen zu können. Vieles spricht deshalb dafür, dass die eigentliche Hausse bei den Rohstoffen und vor allem den Edelme-tallen erst noch bevorsteht. Sicherlich werden in Erwartung steigender Preise noch weitere unte-rirdische Gold- und Silbervorkommen erschlossen. Eine Förderung wird allerdings trotz des technischen Fortschritts nur zu höheren Kosten möglich sein. Fakt ist zudem, dass die abbauba-ren geologischen Ressourcen in absehbarer Zeit zur Neige gehen.
Bei Silber wird die steigende Nachfrage nicht nur durch den enormen zusätzlichen industriellen Bedarf der Schwellenländer in Asien (insbesondere China und Indien), Lateinamerika und Os-teuropa gespeist, sondern auch durch immer neue industrielle Anwendungsgebiete. Hinzu kommt die stark zunehmende Investitionsnachfrage. Die Edelmetallpreise werden darüber hinaus getrie-ben durch die immer ersichtlicher werdende Fragilität des Weltfinanzsystems.
Die speziell von den USA betriebene Inflationierung wird früher oder später eine „Flucht des Kapitals“ u.a. in Edelmetalle bewirken, eine Entwicklung, die bereits im Gang ist. Gold und Sil-ber werden dann als werthaltiges und inflationssicheres Wertaufbewahrungsmittel und Anlage-gut auch von der breiten Masse (wieder)entdeckt werden. Die Frage wird sich jedoch stellen, woher man das nachgefragte physische Gold und Silber dann nehmen soll. Letztlich wird dies eine Frage des Preises sein.
Bis Mitte des kommenden Jahrzehnts ist vor dem Hintergrund der zu erwartenden Angebots- und Nachfrageentwicklungen auf den Edelmetallmärkten sowie den Entwicklungen der Aktien- und Finanzmärkte wie auch des Ölpreises mit einem Goldpreis von rund 5.000 US-$ je Feinunze Gold zu rechnen (aktuell etwa 900 US-$). Unter Zugrundelegung einer als fair anzusehenden Gold-Silber-Ratio von 5 ergibt sich ein Silberpreis in Höhe von 1.000 US-$ je Feinunze Silber (aktuell etwa 13 US-$).
Die vollständige Studie kann unter folgender Adresse heruntergeladen werden:
http://www.jochen-dehios-blog.net/article-23439878.html

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