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Silver Institute sieht Elektroindustrie weiterhin als Wachstumsmarkt
München (silberinfo) – Wie in einer jüngsten Pressemitteilung zu lesen war, sehen die Analysten des Silver Institutes in der Elektroindustrie, vor allem bei der Herstellung von Platinen, großes Potential in Hinblick auf einen ansteigenden Silberverbrauch.
So ist zu lesen, dass bei der Fertigung von sogenannten oberflächenmontierten Bauelementen, sprich Platinen bei denen unbedrahtete Bauteile direkt auf die Leiterbahn gelötet werden, mittlerweile immer mehr Silber zum Einsatz kommt. Grund dafür ist eine Direktive der EU zur Beschränkung der Verwendung gefährlicher Stoffe, die bereits 2006 in Kraft getreten war. In dieser wurde festgelegt, dass unter anderem Materialien wie Blei oder Cadmium bei der Herstellung von elektronischen Geräten nicht länger verwendet werden dürfen, Materialien die zuvor vor allem in der Löttechnik verstärkt zum Einsatz kamen. Mit dem Verbot von bleihaltigen Lötverbindungen, so das Silver Institute, sind die Hersteller nun gezwungen wesentlich mehr Silber zu verwenden – man spricht von bis zu 30% mehr. So enthält etwa eine neue Lötverbindung von Heraeus Inc., die in Einklang mit der Direktive steht und auf umweltschädliche Substanzen verzichtet, 96,6% Zinn und 3,4% Silber.
Aber die EU steht mit diesem Verbot nicht alleine da. 2007 trat ein vergleichbares Gesetzt im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien in Kraft, während in vielen weiteren US-Bundesstaaten die Debatte noch andauert.
2008 wurden laut World Silver Survey 201,7 Millionen Unzen Silber in der Elektroindustrie verbraucht, und man geht davon aus, dass mit der Verbreitung dieser neuartigen, silberhaltigen Lötverbindungen der Verbrauch auch in kommenden Jahren weiter ansteigen wird. (30.06.2009 ns/si/as/tw)

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