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Südafrika: Die goldenen Zeiten sind endgültig vorbei

Dienstag, 17.11.2009

Die Studie eines der renommiertesten Wissenschaftler Australiens zeigt, dass die Goldbranche am Kap in den letzten Zügen liegt.

Stuttgart -  Offenbar liegt das Volumen des geschätzten, noch verbleibenden Goldes um 90 Prozent niedriger als bisher behauptet. Damit könnte die Goldproduktion in den nächsten zehn Jahren dauerhaft unter 100 Tonnen pro Jahr fallen.

 

Das Fazit einer wissenschaftlichen Studie, die im South African Journal of Science veröffentlicht wurde, ist, dass die südafrikanische Goldbranche kurz vor dem Exitus steht, obwohl immer wieder behauptet wird, dass noch hohe Reserven untertage lägen. Nun hat Chris Hartnady, Forschungs- und technischer Direktor der in Kapstadt ansässigen Beratungsfirma Umvoto Africa aber herausgefunden, dass die südafrikanischen Witwatersrand Goldfelder zu rund 95 Prozent erschöpft sind. Er geht davon aus, das die Produktionsrate im kommenden Jahrzehnt dauerhaft unter 100 Tonne pro Jahr fallen wird.

 

Die Goldproduktion auf Witwatersrand, dem größten, bekannten Goldfeld der Welt, erreichte 1970 mit 1.000 Tonnen ihren Höhepunkt und ist seitdem stetig gefallen. Experten sagten zu der Studie, dass es keine wirkliche Neuigkeit sei, dass die südafrikanische Goldbranche im Sterben begriffen sei, neu sei allerdings, dass sich der Prozess schneller vollziehen könnte als bislang gedacht. Hartnady kommt zu dem Schluss, dass die verbleibenden Goldvorkommen des Landes nach der Produktion bis Ende 2007 nur noch 2.948 Tonnen betragen, was deutlich unter 10 Prozent der offiziell veranschlagten Reserven liegt.

 

Analysten führen in diesem Zusammenhang die jüngsten Entwicklungen bei dem südafrikanischen Goldproduzenten Harmony Gold an, die darauf hindeuten würden, dass alte Stollen, also das Free State-Goldfeld – trotz des hohen Goldpreises – „sterben“. Und DRDGold hält Blyvooruitzicht nur noch mit Mühe am Leben, alle Aktivitäten um Blyvooruitzicht sind bereits still gelegt. Hinzu kommt der Untergang von Pamodzi Gold und der Fehlschlag von Simmer &Jack mit Buffelsfontein  - all das, während der Goldpreis auch in Rand von Rekordhoch zu Rekordhoch eilt.

 

Hartnadys Prognose ist ziemlich düster. Seiner Ansicht nach gehen die glorreichen Tage südafrikanischer Goldproduktion auch auf Grund zahlreicher, umwelttechnischer Probleme einem unrühmlichen Ende entgegen. Die Zeit der Illusionen, die durch unrealistische Erwartungen zukünftigen Reichtums aufrecht erhalten würden, in Bezug auf die aktuelle Lage sei endgültig vorbei, so der Experte. Quelle: www.emfis.de

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