Rohstoffmarkt kaum Preisreaktionen auf Ölembargo
Am Ölmarkt ist derzeit das Embargo gegen den Iran das marktbeherrschende Thema, so die Analysten der Nord LB. Nachdem sich die EU darauf geeinigt habe, ab 1. Juli 2012 kein iranisches Öl mehr abzunehmen, habe der Iran seinerseits mit einem sofortigen Lieferstopp gedroht. Zur tatsächlichen Bedeutung des europäischen Absatzmarktes für die iranische Ölindustrie gebe es unterschiedliche Einschätzungen.
Hannover (aktiencheck.de AG) - Der Iran selbst argumentiere, dass lediglich 18% der Ölexporte in die EU fließen würden und ein sofortiger Absatzstopp die EU stärker treffe als den Iran selbst. Auch China, Hauptabnehmer iranischen Rohöls, habe das Embargo kritisiert. Auf die Preisentwicklung selbst habe das Embargo bislang nur geringfügigen Einfluss gehabt. Nach wie vor liege der Preis für ein Barrel der Nordseemarke Brent bei etwa 110 USD. Das US-amerikanische Pendant WTI koste aktuell knapp 100 USD/Barrel.
Der Goldpreis habe in den vergangenen Tagen zugelegt. Aktuell liege der Preis für eine Feinunze oberhalb der Marke von 1.700 USD. Die Meldung der US-Notenbank FED, die Leitzinsen bis weit in das Jahr 2014 hinein auf niedrigem Niveau zu belassen und damit den Kurs der ultraexpansiven Geldpolitik fortzusetzen, habe den Goldpreis über die besagte Marke springen lassen. (30.01.2012/ac/a/m)

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