Der Schweizer Privatbankier Ferdinand Lips (1931-2005) hat unter
obigen Titel ein Buch vorgelegt, das bereits 2002 in den USA (Titel: The
Gold Wars – The Battle Against Sound Money as seen from a Swiss
Perspective) erschienen ist. Dieses Buch hat in den USA "eingeschlagen",
und die ihm vorangestellten Stimmen dazu - enthusiastisch und zustimmend
- lassen schon ahnen warum. Was dieses Buch so brisant macht ist der Umstand,
daß Lips, ein hochangesehener Bankier, Mitbegründer und langjähriger
Direktor der Rothschild-Bank in Zürich, bis er 1987 seine eigene
Privatbank gründete, weiß wovon er spricht, und darüber
hinaus kennt er zahlreiche Akteure der Finanzwelt persönlich. Seine
Einschätzung und sein Urteil hat Gewicht. Man muß dies so ausdrücklich
betonen, weil das was Lips auf ca. 350 Seiten darlegt, sich wie ein roter
Faden durch das ganze Buch hindurch zieht und vom Autor immer wieder auch
deutlich und begründet ausgesprochen wird: Die Geschehnisse, die
sich ums Gold drehen, sind eine schon Jahrzehnte andauernde kriminelle
Verschwörung. Da die hier Agierenden ja nicht wirklich nur dumm sein
konnten (obwohl Lips auch bei zahlreichen US-Politikern, Top-Managern
oder Schweizer Bundesräten und manchen Bankvorständen völlig
Unfähigkeit konstatiert), liege es auf der Hand, daß es vor
allem verbrecherische Machinationen sind, die den Goldpreis nach unten
manipulierten, um mit dem "fiat-Falsch-Geld" gigantische Gewinne
in Billionenhöhe einzufahren. Das Wie ist Gegenstand seiner Darlegungen,
- und es bedarf wirklicher Intimkenntnisse diese die Volks- ja Weltwirtschaft
zerstörenden Manipulationen zu durchschauen.
Der Autor stellt nicht nur finanz- und wirtschaftspolitisch, sondern
auch im historischen und transzendenten Kontext die Bedeutung des Goldes
als Geld - als Währung - dar, und wie davon nicht nur der Wohlstand
und das Gedeihen der Völker abhängt, sondern auch unsere Freiheit.
Das Buch ist gleichsam ein Lehrbuch über das Wesen des Geldes,
das ja nicht einer unter einer Million versteht. Von besonderem Interesse
für die deutschen/europäischen Leser sind natürlich die
Vorgänge um die Erpressung der Schweiz unter dem Vorwand des "Raubgoldes",
die Änderung der Politik der Schweizer Nationalbank, nämlich
"überflüssiges" Gold im Umfang von 1400 Tonnen zu
verkaufen, oder die von Lips als Betrug am Wähler (durch die Bundesregierung!)
charakterisierte Änderung der Schweizer Verfassung, die die Golddeckung
des Schweizer Franken - als letzter Währung schließlich -
ebenfalls aufgab. Nun steht einer weltweiten Fiat-Währung - bedrucktem
Papier - nichts mehr im Wege. Nicht minder interessant sind die Fragen
über den tatsächlichen Verbleib des deutschen Goldschatzes,
von dem die von Lips zitierten Quellen und Analyse der Umstände
es wahrscheinlich, ja gewiß erscheinen lassen, daß die Bundesbank
de facto (von ihrem ca. 3500 Tonnen und einem der größten
Goldbestände) über kein Gold in ihren eigenen Tresoren auf
deutschem Boden verfügt.
Angesichts des auch von LIPS als geradezu unvermeidlich angesehenen
und akut drohenden Kollapses der US-Währung, des Dollars, sind
Deutschland, wie allen anderen europäischen Länder, die statt
des Goldes Devisen, vor allem Dollar und Yen als "Deckung"
der eigenen Währung horteten, in einer katastrophalen Lage.
Diese Darlegungen wären schon brisant genug, wenn sie "nur"
von Lips, sozusagen ex catedra als Privatmeinung aufgrund eigener reicher
Erfahrung, gemacht worden wären. Aber als weitere Besonderheit
dieses bemerkenswerten Werkes zitiert der Autor ausführlich weltweite
Autoritäten, so daß dieses Buch auch als Zusammenschau/Urteil
der kenntnisreichsten Finanz-, Gold- und Währungsfachleute gelten
kann. Wer sehen wollte konnte dies natürlich schon seit langem,
denn viele der zitierten Quellen sind im Internet oder gedruckt längst
verfügbar. Für uns war es in doppelter Hinsicht ein unschätzbarer
Gewinn: alles was Lips hier schreibt, deckt sich vollkommen mit dem,
was auch wir schon in unserer Analyse der wahren Gründe für
den 11. September und alles Folgenden darlegten, nicht weiter verwunderlich,
weil meist sogar die gleichen Quellen herangezogen wurden. Zum andern
ist das Buch von Lips eine wertvollste Quelle für weitergehende
Forschungen bzw. eine Fundgrube für die sonst nur schwer zu findenden
Belege eines ohnehin nicht gerade im Lichte der Öffentlichkeit
stattfindenden Geschehens in der Finanz- und Währungswelt.
Ferdinand Lips ist für dieses verdienstvolle Buch zu danken, und
es wäre zu hoffen, daß es vor allem jene lesen, die mit ihren
Entscheidungen Weichen stellen (können). Es macht auch Hoffnung,
weil hier deutlich wird, daß es mutige, kluge und patriotische
Männer gibt, die ihre Stimme erheben. Sie sind damit auch Vorbild
für jene, die noch zögern, das Unvorstellbare auszusprechen:
nämlich daß alles schon erfahrene Schlimme von dem was uns
droht in den Schatten gestellt wird, wenn wir diese Warnungen weiter
ignorieren.
2003.
KOPP-Verlag. 382 Seiten. Das Buch ist mit einem Glossar versehen,
das zahlreiche, nicht allgemein bekannte Begriffe aus der Finanzwelt
erklärt. Ein Index, Literatur- und Quellenverzeichnis machen
es zu einem wertvollen Nachschlagwerk. Obige Buchvorstellung von
Gerhoch Reisegger.
Auszug
aus dem Buch:
Die
Gold-Verschwörung und somit der Gold-Krieg sind nichts anderes
als ein III. Weltkrieg. Es ist nicht nur der unnötigste, sondern
auch der zerstörer-ischste aller Kriege. Er sollte sofort beendet
werden.
Der
III. Weltkrieg hat wohl bereits mit dem Untergang des klassischen Goldstandards
des 19. Jahrhunderts begonnen. Wenn die kriegführenden Länder
des I. Weltkrieges den Goldstandard nicht so überhastet und unüberlegt
aufgegeben hätten, wäre dieser Krieg schon nach sechs Monaten
beendet gewesen. Die kriegsführenden Nationen hätten nämlich
kein Gold mehr zur Finanzierung gehabt und gegen Kriegssteuern wäre
mit einem erheblich Widerstand zu rechnen gewesen. Ich behaupte mit aller
Überzeugung, daß der I. Weltkrieg so lange gedauert hat, weil
der Goldstandard abgeschafft wurde. Defizitfinanzierung machte es möglich
daß der Krieg über vier Jahre dauerte, Kapitalvermögen
und ein reichhaltiges kulturelles Erbe zu zerstörte, wobei unnötigerweise
die Blüte der europäischen Jugend, Millionen junger Soldaten
und unschuldige Menschen getötet wurden.
Wenn
der I. Weltkrieg nur sechs Monate gedauert hätte, wären die
Währungen nicht zerstört worden. Es hätte keinen Versailler
Vertrag und keine deutsche Hyperinflation gegeben. Das wenig verstandene
Abkommen von Genua aus dem Jahre 1922 war größtenteils verantwortlich
für den Boom der 1920er und für den Crash 1929, welche ihrerseits
zu der schweren Krise der 1930er Jahre führten. Ohne die falsche
Goldpolitik hätte es nie einen Hitler gegeben. Weder hätte es
eine bolschewistische Übernahme durch Typen wie Lenin gegeben, noch
hätte Rußland einen Stalin erdulden müssen, mit unzähligen
Millionen Unschuldiger, die ohne Grund umgebracht wurden. Und es hätte
nie einen II. Weltkrieg gegeben.
Die
Ignoranz dem Golde gegenüber führte 1944 zum Bretton-Woods-System
und ebenso zu seinem Untergang. Ohne die Wiederholung der Fehler von 1914
oder 1922, hätten wir nie eine inflationäre Krise in den siebziger
Jahren erleben müssen. Die Öl-Krise der siebziger und die auf
uns zukommende Öl- und Energie-Krise des 21. Jahrhunderts sind primär
Finanzkrisen. Die Unterdrückung des Goldes und die unbegrenzte Expansion
von Fiat-Falschgeld haben zu den monetären, wirtschaftlichen und
politischen Krisen und Kriegen des 20. Jahrhunderts geführt. Das
Ende von Bretton Woods gebar die anhaltende und zukünftige Derivate-Krise.
Da gewisse einflussreiche Kreise Goldgeld mißachteten, wurden die
Krisen der Welt fälschlicherweise, aber sehr wahrscheinlich absichtlich,
dem Gold in die Schuhe geschoben. Das ist der tiefere Grund für die
Goldverschwörung.
Finanzmärkte
können nur unter einem Goldstandard zufrieden stellend funktionieren.
Die Geschichte hat gezeigt, daß unter dem Automatismus des klassischen
Goldstandards die Währungsstabilität am höchsten war. Ungedecktes
Papiergeld kann nur zu kurzlebigen Finanz- und Wirtschaftsblüten
führen. Das Endresultat ist Inflation und Veruntreuung von Ersparnissen
auf Kosten von Arbeitern, Rentnern und den Armen, die sich gegen diesen
arglistigen Betrug nicht wehren können, Arbeitslosigkeit und schließlich
Krieg.
Gut
funktionierende, auf der Grundlage eines ehrlichen Geldsystems beruhende
Finanzmärkte garantieren die Bildung von Ersparnissen. Ersparnisse
führen zu Kapitalbildung und sind Voraussetzung eines stetig wachsenden
Lebensstandards. Organisches Wachstum im Einklang mit dem Wachstum der
Produktion von Goldminen wird benötigt, und nicht 10% und mehr Wachstum
pro Jahr, das durch die Schöpfung von Papier/Computer-Geld finanziert
wird.
Reibungslos
funktionierende Finanzmärkte, in denen Ersparnisse zu produktiven
Investitionen geleitet werden, ermöglichen der Weltwirtschaft ihr
volles Potential zu erreichen und die Beschäftigung auf weltweiter
Basis auszuweiten. Das katastrophale Problem der Arbeitslosigkeit könnte
schlußendlich beseitigt und die zunehmende Kluft zwischen Arm und
Reich begrenzt werden. Eine andere Lösung gibt es nicht. Wenn auf
der ganzen Welt Vollbeschäftigung vorherrscht, gibt es weniger Kriege
und weniger Masseneinwanderung, denn die Welt ist ein wunderschöner
Ort und ihre Schönheit ist nicht auf ein paar wenige reiche Länder
begrenzt. Die Menschen müßten ihr Heimatland nicht mehr verlassen,
wo sie ihre kulturellen und religiösen Wurzeln haben. Völkermord
und die Vernichtung von Kulturen würden der Vergangenheit angehören.
Regierungen
sollten keine Zwangsmittel benutzen, wie z.B. Zahlungsmittelgesetze, um
sich in die Gold- und Silbermärkte einzumischen. Die Geschichte hat
bewiesen, daß der freie Markt Gold und Silber als Geld gewählt
hat. Geld kann und darf nicht auf Vertrauen und Versprechen von Regierungen
beruhen, nur Geld, dem Menschen nach freier Wahl ihr wirkliches Vertrauen
schenken: Gold!
Bei
ehrlichem Geld haben die Menschen Vertrauen in dessen Wirksamkeit jetzt
und in der Zukunft. Aber es ist notwendig, daß sie ihr Schicksal
selber in die Hand nehmen und Währungsgeschichte oder in andern Worten
monetäre Archäologie studieren. Was ist falsch gelaufen, und
warum ist es falsch gelaufen? Es ist ausreichend historische Dokumentation
vorhanden, aber derartiges wird leider nicht an Universitäten gelehrt.
Zum
Schluß möchte ich festhalten, daß ich das Gefühl
habe, daß die Welt auf eine sogar noch prekärere Situation
zusteuert, falls nicht gehandelt wird. Wie die technologischen Fortschritte
aller Art verdeutlicht haben, gibt es eine Menge brillanter Köpfe
auf der Welt. Es sollte jedenfalls genug davon geben, die uns aus dem
gegenwärtigen monetären Mittelalter herausholen könnten.
Ein
positives Herantreten an diese Probleme würde zu Vollbeschäftigung,
weltweiter Prosperität und Stabilität führen, aber auch
zu einer Renaissance von Kultur und Moral. Gesetz und Ordnung würden
zurückkehren. Es wäre nicht das erste Mal, daß derartiges
geschieht. Es würde auch zu einem besseren Verstehen der Menschen
untereinander führen und die meisten militärischen Konfrontationen
beenden. Wie die historische Erfahrung zeigt, ändert sich die menschliche
Natur nie. Die Menschheit wird deswegen immer ehrliche Geschäftspraktiken,
basierend auf einem Zahlungsmittel, dem sie vertrauen können, schätzen
und respektieren: Gold.
Gold
wird den Krieg letzten Endes gewinnen, aber warum nicht schon jetzt einen
Waffenstillstand fordern? Lassen Sie uns hoffen, daß dies geschieht,
bevor es zu spät ist, bevor zu viel Zeit und zu viele Leben vergeudet
werden.